Umlegung einer Fernwasserleitung bei Roding (Oberpfalz)

Die Bundesstraße 85 verbindet die Kreisstadt Cham in westlicher Richtung mit Schwandorf und Roding sowie der A 93. Zur Verbesserung der Verkehrsanbindung des gesamten Landkreises Cham und zur Erhöhung der Verkehrssicherheit wird die Bundesstraße 85 ausgebaut. Im Zuge dieses Projekts entsteht für den Ort Neubäu am See eine Südumfahrung.

Die Fernwasserleitung „Roding“ der Kreiswerke Cham (Oberpfalz) musste deshalb zwischen dem Pumpwerk Neubäu am See und dem Hochbehälter Reichenbach umgelegt werden. Die Kreiswerke mit ihrem Verwaltungs- und Betriebssitz für den Bereich Wasserversorgung in Neubäu am See, Stadtbereich Roding, versorgen rd. 40.000 Bürgerinnen und Bürger des Altlandkreises Roding und einige angrenzende Gemeinden der Landkreise Schwandorf und Regensburg mit Trinkwasser. Der Teil des von der Umlegung betroffenen Fernleitungsabschnitts wird mit einem Druck von 30 bar betrieben. Es wurden insgesamt 348 m duktile Gussrohre in der Nennweite DN 400 eingebaut. Die Rohre wurden mit der längskraftschlüssigen Muffen-Verbindung BLS®/VRS®-T und einer Zementmörtel-Umhüllung (ZM-U) geliefert (Bild 1). Den Einbau des langlebigen Rohrsystems im Leitungsgraben mit dem Montagegerät und den Verriegelungselementen für die Muffen-Verbindung BLS®/VRS®-T veranschaulicht Bild 2.

Bild 1:
Duktile Gussrohre mit der Muffen-Verbindung BLS®/VRS®-T vor dem Einbau

Bild 2:
Verriegelungselemente (schwarz bzw. rot) kurz vor dem Einbau in die längskraftschlüssige Muffen-Verbindung BLS®/VRS®-T

Zwei wichtige Gründe bewogen die Kreiswerke Cham für die Entscheidung zugunsten dieses duktilen Guss-Rohrsystems:

1. Die hohen Betriebsdrücke von 30 bar.
2. Die Langlebigkeit von Gussrohren mit Zementmörtel-Umhüllung.

Mitte Juli 2016 begannen die Arbeiten an der Rohrleitung. Nicht zuletzt wegen der einfach zu montierenden Muffen-Verbindung konnte bereits Ende August 2016 das neue Teilstück in Betrieb genommen werden.

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