Graben-Verbausysteme

Grundsätzlich gilt beim Einbau von duktilen Gussrohren die Beachtung der gültigen Unfallverhütungsvorschrift „Bauarbeiten“ (Anhang 4) der Tiefbau-Berufsgenossenschaft (TBG) und die gültige Einbauanleitung des Rohrherstellers. Anhand unserer Onlinedatenbank Verbausysteme inclusive diverser Suchparameter wird Bauunternehmen die Möglichkeit gegeben zu ermitteln, welche Nennweiten (DN) duktiler Gussrohre in Abhängigkeit der Einbautiefe (TE) mit welcher Art von Grabenverbaugeräten eingebaut werden können. Ferner verfügt die Onlinedatenbank Verbausysteme über die Möglichkeit zu differenzieren, auf welche Art und Weise (Variante 1, 2 oder 3) das Rohrmaterial in Verbindung mit den Verbaugeräten eingebaut werden kann.

An drei Varianten werden die möglichen Einbauweisen charakterisiert. Die gewählten Varianten zeigen den Einbau duktiler Gussrohre für die Wasserver- und die Abwasserentsorgung mittels randgestützter Grabenverbaugeräte. Für die in der Datenbank enthaltenen Grabenverbaugeräte wird der mögliche Einbau duktiler Gussrohre der Nennweiten DN 80 bis DN 700 geprüft. Die Baulänge der Gussrohre beträgt 6,0 m. Die Verbaugeräte stehen auf der Grabensohle auf (OK Grabensohle). Der Überstand (Ü) der Verbaugeräte über der Geländeoberfläche (OK Gelände) wurde mit Ü = 0,1 m festgelegt. Gemäß der zuvor genannten TBG-Vorschrift (BGV C 22 / bisherige VBG 37, Stand Oktober 2002) muss der Plattenrand des Verbaugerätes die Geländeoberfläche um mindestens 5 cm überragen.

 

Variante 1 zeigt schematisch den Einfädelvorgang eines duktilen Gussrohres innerhalb eines Verbaufeldes. Das Gussrohr kann hierbei mit zwei Schlingen (eine etwa in Rohrmitte, eine im Muffenbereich) gehalten und unterhalb der untersten Steifenlage in den Graben eingefädelt werden.

Bei tiefliegender unterer Steifenlage kann es aus geometrischen Gründen vorkommen, dass das Rohr sich nicht innerhalb eines Verbaufeldes einfädeln lässt, sondern hierfür zwei Verbaufelder benötigt werden. Dies erschwert den Einfädelvorgang, da die Anschlagmittel während des Einfädelvorganges an- und abgeschlagen werden müssen. Ein sicheres Halten des Rohres ist hierbei immer zu gewährleisten.

Beim Einpendeln wird das Rohr in seinem Schwerpunkt mittels Schlinge angeschlagen. Durch wechselndes Schrägstellen, bei gleichzeitigem horizontalen Führen des Rohres, wird es innerhalb eines Verbaufeldes auf der Grabensohle abgelegt. Da das Schrägstellen und Führen des Rohres von Hand unterstützt wird, ist auf ein sicheres Anschlagen des Rohres zu achten; starke Schrägstellung des Rohres ist zu vermeiden.